Erbe: Alles Inklusive (2021)
Im Mittelpunkt der Europäischen Tage des Denkmals steht seit jeher die Inklusion. Mit Veranstaltungen und Aktivitäten in 50 Ländern wird nicht nur unser gemeinsames Erbe gefeiert, sondern auch unsere Vielfalt gewürdigt. Wir sind seit langem der Meinung, dass die Erkundung des reichen Mosaiks der Kulturen in Europa Vertrauen und Verständnis fördert, zu größerer Toleranz ermutigt und das Denken über nationale Grenzen hinweg anregt. Die vergangenen 35 Jahre der Europäischen Tage des Denkmals haben gezeigt, dass wir alle davon profitieren, wenn wir uns an unserem gemeinsamen kulturellen Erbe beteiligen. In diesem Jahr setzen wir dies fort und verstärken es mit dem gemeinsamen Thema für 2021, Heritage: Alle einbeziehen.
Kulturelles Erbe ist ein Spiegelbild der Menschen in einer Gesellschaft; der Selbstausdruck ihrer sich entwickelnden Werte, Überzeugungen, Kenntnisse und Traditionen. Den Menschen in den Mittelpunkt dieser Definition zu stellen, ist einer der Hauptschwerpunkte des Übereinkommens über den Wert des kulturellen Erbes für die Gesellschaft (Faro-Konvention, 2005), in dem auch die Bedeutung des Zugangs jeder Kulturerbegemeinschaft zu dem kulturellen Erbe, mit dem sie sich identifiziert, betont wird. Das Themaregt zur Diskussion und Auseinandersetzung mit der Geschichte und den Perspektiven aller Ethnien, Geschlechter, Altersgruppen, Religionen, Fähigkeiten und sexuellen Orientierungen an.
Mit dem diesjährigen Thema laden wir nationale und lokale Veranstalter dazu ein, ihr Angebot für Besucher zu erweitern und mit einem vielfältigeren Publikum zu arbeiten. Wir werden den Veranstaltern dabei helfen, Barrieren zu überwinden und zu überlegen, wie sie bei der Präsentation und Interpretation des kulturellen Erbes traditionell unterrepräsentierte und marginalisierte Gruppen erreichen und stärker einbinden können. Initiativen wie Koproduktions- und Freiwilligenprogramme, die Auswahl von Veranstaltungsorten und Themen für die Kuratierung von Ausstellungen und das Erzählen von Geschichten sowie die Produktion einer Reihe von kulturellen Erfahrungen wie Tanz, Film, Musik, Literatur und Essen können dazu beitragen, neue Ideen zu entwickeln und verschiedene Stimmen zu Wort kommen zu lassen. Wir wollen die Geschichten aller hören und sie gleichermaßen würdigen.
Wir wollen auch die Inklusion der Besucher bereits beim Zugang berücksichtigen. Das Angebot von Veranstaltungen, die einladend, zugänglich und offen für alle sind, ist entscheidend für eine breite Beteiligung des Publikums. Kulturerbe: All Inclusive soll die Organisatoren dazu anregen, ihre Veranstaltungen im Hinblick auf die unterschiedlichen Erfahrungen und Bedürfnisse der Besucher zu bewerten und Anpassungen vorzunehmen, um sicherzustellen, dass sie von allen genutzt werden können. Die Europäischen Tage des Denkmals haben schon immer kostenlose Veranstaltungen angeboten, aber es ist wichtig zu erkennen, dass andere Kosten, wie z. B. Reisekosten, die Teilnahme immer noch verringern können. Wir werden auch prüfen, wie wir andere Barrieren wie physische Zugänglichkeit und Sprache angehen können, und wir werden eine große Vielfalt an Veranstaltungen fördern, wie z. B. die Schaffung von sensorischen Aktivitäten und Umgebungen, die für ein neurodiverses Publikum geeignet sind.
Kulturerbe: All Inclusive" hat einen weit gefassten Auftrag und ein ehrgeiziges Ziel, aber manchmal können schon kleine Veränderungen eine große Wirkung erzielen. Es gibt viele Möglichkeiten für Programme, sich in das diesjährige Thema einzubringen und es zu unterstützen, vom Aufbau neuer Partnerschaften und der Ansprache eines breiteren Publikums durch neue Veranstaltungen bis hin zur Neubewertung bestehender Veranstaltungsorte und Materialien. Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie mit unserem Toolkit mit der Planung inklusiverer Veranstaltungen beginnen können, und folgen Sie unserem Newsletter und unseren Social-Media-Feeds für künftige Aktualisierungen und weitere hilfreiche Anleitungen und Ideen.
Vergessen Sie nicht, einen Blick auf unsere Heritage: All-Inclusive-Broschüre (Englisch/Französisch) für innovative Fallstudien, die kreative Wege aufzeigen, wie Gemeinschaften und Kulturerbe-Experten zusammenarbeiten, um traditionell unterrepräsentierte und marginalisierte Gruppen in die Erforschung, Präsentation und Interpretation des kulturellen Erbes einzubeziehen.



